Das Doc K! Team im Strudel der Anfragen

Arbeitsüberlastung, Hektik und hohe PatientInnenzahlen sind in bundesdeutschen Arztpraxen schon lange keine vorübergehende Zeiterscheinung mehr. Dies zeigen auch die seit Monaten nicht abreißen wollenden Medienberichte. Steigende Kosten im Gesundheitswesen kommen hinzu und all das nervt nicht nur die Kranken selbst. Allerorten wird zunehmend berichtet, wie dies auch die behandelnden ÄrztInnen strapaziert. Leider wird dann manchmal sogar an grundlegenden Inhalten der ärztlichen Sorgfaltspflicht “gespart”: Immer mehr PatientInnen berichten von mangelnder Beratung bzw. Information.

Unser Doc K!-Team gilt hier zum Glück als löbliche Ausnahme: Viele Hilfesuchende fühlen sich dort wahr- und ernstgenommen, in ihrem Gesamtzusammenhang verstanden und gut beraten. So nimmt es nicht Wunder, dass die Praxis des landauf landab geschätzten Männerarztes verstärkt frequentiert wird – O-Ton Doc K!: “Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Männer bei mir Rat suchen, weil sie dort, wo sie leben, kein offenes Ohr finden”, äußert sich der bundesweit bekannte “Medizinmann” in einem Switchboard-Gespräch, nachdem er schon länger mit Sorge die wachsende Zahl der Anfragen bemerkt und mit seinem Sprechstundenhelfer diskutiert hat. Auch dieser bestätigt den Run auf die Rubrik im Switchboard: “Als wir unser Angebot starteten, hätten wir mit einer derart starken Resonanz gar nicht gerechnet und heute wissen wir oft nicht, welches Problem wir als erstes anpacken sollen”.

Auf Eines legen die beiden Herren allerdings unbedingt Wert: Die ursprüngliche Idee, im Switchboard eine lehr- und hilfreiche Rubrik zu gestalten, steht nicht in Frage!

Internet ist nicht die Lösung!

Nach wie vor sind Angebote für Hilfe suchende Männer bundesweit rar. Doch selbst die existierenden Kontakt- und Beratungsstellen (oft mit gutem medizinischen Background) werden viel zu selten aufgesucht. Gerade bei gesundheitlichen Problemen wäre dies aber der richtige und beste Weg, denn nur im persönlichen Kontakt können endgültig verlässliche Diagnosen gestellt werden. Immer häufiger stürzen sich Männer mit ihren Problemen jedoch ins weltweite Informationsnetz und hoffen, aus der elektronischen Informationsflut schlauer zu werden. So kommt es, dass Doc K! zunehmend über das WWW konsultiert wird und die Rubrik hat allmählich den Charakter eines virtuellen “Emergency Rooms” angenommen: “Da treffen manchmal wahre Schreckensmails ein und ich merke, dass ich aus der Ferne eigentlich gar nicht viel machen kann. Natürlich verschicke ich auch dann möglichst bald eine kurze, fachlich kompetente Antwort. Meist muss ich aber unbedingt zum persönlichen Arztbesuch raten.”

Die auf diesem Weg Ratsuchenden hingegen fühlen sich gelegentlich missverstanden. Sie glauben scheinbar, dass die Praxisarbeit des Medizinteams vor allem darin besteht, Mails zu lesen und ausführlich zu beantworten. Hierzu der Sprechstundenhelfer: “Da muss ich ganz klar sagen, dass Doc K! niemals als Anlaufstelle für Sofortlösungen gedacht war. Vielmehr wollten wir medizinische Probleme anhand praktischer Fälle aufgreifen und im Switchboard für Interessierte erläutern. Das persönliche Problem eines Mannes war sozusagen auch ein ‘Aufhänger’ für einen Frage-Antwort-Artikel.”.

Leider scheint diese Arbeitsweise, die etwa vor zwei Jahren auch noch genau so verstanden wurde, beim Publikum immer mehr in Vergessenheit zu geraten und vor allem über das Internet wird massiv die Forderung laut, schnell und zeitnah ausführliche Antworten zu erhalten. “Die fachärztliche Rubrik war jedoch niemals als Krisenhilfe im engeren Sinne gedacht” ergänzt Doc K!. – So kann es also nicht weitergehen!

Doc K! – auch in Zukunft für's Switchboard da?

Einig sind sich der Doc und sein Sprechstundenhelfer, dass die Rubrik im Switchboard nicht unter diesen Problemen leiden darf: “Wir werden nach wie vor für die Zeitschrift da sein und fachliche Informationen bringen”. Und sein sprachgewandter Assistent ergänzt: “Es kann nicht sein, dass die einen, die geduldig die nächste oder übernächste Ausgabe des Switchboard abwarten, durch Notrufe aus dem Internet ins Hintertreffen geraten.”

Also wird ab sofort und konsequent nur noch auf Frager geantwortet, die ein mehr oder weniger zeitloses Problem ans Switchboard schicken und jeder Hilfesuchende kann damit rechnen, dass er die dann selbstverständlich ausführliche und fachlich kompetente Antwort bei passender Gelegenheit in der Printausgabe der Zeitschrift nachlesen kann. Doc K!: “Wir wollen keinen verprellen und wir wissen um die schwierige Beratungssituation für Männer; aber wir müssen auch nach unseren Kräften schauen und da möchte ich noch mal klar betonen: Wir sind keine Internetpraxis, so leid uns das tut!”.

Bleibt also zu hoffen, dass die Turbulenzen damit durchflogen sind. Sicher ist, dass der Wissensdurst der Männer über das Switchboard weiterhin gestillt wird! Bleiben Sie, liebe Leser und Leserinnen, dieser Rubrik also unbedingt treu, und beim nächsten Mal gibt's wieder medizinisch-sprachliche Vollwertkost vom Doc-K!-Team.

Die Redaktion!